Effekte der NEOadjuvanten PRähabilitation auf postinterventio- nelle physische und psychische Ergebnisse bei Onkologischen Patient*innen mit Soliden Tumoren: Eine prospektive, zweiarmige, kontrollierte, monozentrische interventionelle Stu- die (NEOPRO-SIT)

Details

Projektnummer WFL254107
Projektbeginn 01.11.2025
Projektende 31.10.2029
Projektleitung Univ.-Prof. Dr. med. Annalen Bleckmann
Projektmitarbeiter Prof. Dr. med. Philipp Lenz, Dr. rer. nat. Dipl. Psych. Markus Ramm
Einrichtung Westdeutsches Tumorzentrum (WTZ) an der Universität Münster
Kontaktanschrift

Univ.-Prof. Dr. Annalen Bleckmann

Universität Münster, WTZ

Albert-Schweitzer-Campus 1, Geb. A1

48149 Münster

Förderer Deutsche Rentenversicherung Westfalen
Abstract Das Projekt NEOPRO-SIT untersucht den Einfluss eines integrativen Prähabilitationsprogramms auf postinterventionelle physische und psychische Ergebnisse bei Patient*innen mit nicht-metastasierten soliden Tumoren im multimodalen Behandlungskonzept. Ziel ist die Verbesserung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit sowie der Lebensqualität durch gezielte prähabilitative Maßnahmen während der neoadjuvanten Therapie. Die Studie wird prospektiv, zweiarmig, kontrolliert und monozentrisch durchgeführt. Das Prähabilitationsprogramm, welches mindestens sechs Wochen umfasst, besteht aus zwei Hauptkomponenten: Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) und psychoonkologi- sche Unterstützung. Die OTT umfasst mindestens drei moderat-intensive Einheiten pro Woche. Die psychoonkologische Unterstützung beinhaltet psychotherapeutisch geleitete Interventionen (Psychoedukation, Förderung von Resilienz und Ressourcenaktivierung, Entspannungsverfahren/imaginative Verfahren), sodass psychische Belastungen frühzeitig er- kannt und entsprechend adressiert werden können. Die Studie vergleicht zwei Gruppen: eine Kontrollgruppe, welche die standardmäßige präinterventionelle Versorgung (Standard of Care) erhält, und eine Prähabilitationsgruppe, die zusätzlich neben der präinterventionellen Versorgung das Prähabilitationsprogramm durchläuft. Primärer Endpunkt ist die Verbesserung der physischen Leistungsfähigkeit. Sekundäre Endpunkte umfassen die Reduktion von Angst und Depression, die Stabilisierung der emotionalen Gesundheit und die Verkürzung der Krankenhausaufenthaltsdauer. Mit dem Projekt sollen bestehende Lücken in der onkologischen Versorgung geschlossen werden, indem ein standardisiertes Prähabilitationskonzept am WTZ Münster entitätsübergreifend aufgebaut wird. Die Ergebnisse sollen nicht nur die Lebensqualität und Therapieerfolge der Patient*innen verbessern, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten.
Telefon 0251-83-52712
E-Mail annalen.bleckmann@ukmuenster.de
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