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Das Projekt NEOPRO-SIT untersucht den Einfluss eines integrativen Prähabilitationsprogramms auf postinterventionelle physische und psychische Ergebnisse bei Patient*innen mit nicht-metastasierten soliden Tumoren im multimodalen Behandlungskonzept. Ziel ist die Verbesserung der körperlichen und psychischen Belastbarkeit sowie der Lebensqualität
durch gezielte prähabilitative Maßnahmen während der neoadjuvanten Therapie. Die Studie wird prospektiv, zweiarmig, kontrolliert und monozentrisch durchgeführt. Das Prähabilitationsprogramm, welches mindestens sechs Wochen umfasst, besteht aus zwei Hauptkom
ponenten: Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) und psychoonkologi
sche Unterstützung. Die OTT umfasst mindestens drei moderat-intensive Einheiten pro Wo
che. Die psychoonkologische Unterstützung beinhaltet psychotherapeutisch geleitete Interventionen (Psychoedukation, Förderung von Resilienz und Ressourcenaktivierung, Entspannungsverfahren/imaginative Verfahren), sodass psychische Belastungen frühzeitig erkannt und entsprechend adressiert werden können. Die Studie vergleicht zwei Gruppen:
eine Kontrollgruppe, welche die standardmäßige präinterventionelle Versorgung (Standard of Care) erhält, und eine Prähabilitationsgruppe, die zusätzlich neben der präinterventionel len Versorgung das Prähabilitationsprogramm durchläuft. Primärer Endpunkt ist die Verbes
serung der physischen Leistungsfähigkeit. Sekundäre Endpunkte umfassen die Reduktion von Angst und Depression, die Stabilisierung der emotionalen Gesundheit und die Verkürzung der Krankenhausaufenthaltsdauer.
Mit dem Projekt sollen bestehende Lücken in der onkologischen Versorgung geschlossen werden, indem ein standardisiertes Prähabilitationskonzept am WTZ Münster entitätsübergreifend aufgebaut wird. Die Ergebnisse sollen
nicht nur die Lebensqualität und Therapieerfolge der Patient*innen verbessern, sondern auch das Gesundheitssystem entlasten.
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