| Abstract |
In der kardialen Rehabilitation wird über die gezielte Verminderung kardiovaskulärer Risikofaktoren hinaus eine langsamere Progression und ggf. eine Stabilisierung des Krankheitsverlaufs erreicht. Vor allem die Sport- und Bewegungstherapie spielt hierbei für den Rehabilitationserfolg eine bedeutende Rolle. Es ist jedoch bekannt, dass ein wesentlicher Teil der Patient*innen, welche an kardialen Rehabilitationsmaßnahmen teilnehmen, nicht bzw. nicht im vollen Umfang von der Therapie profitieren. Im Rahmen der klinischen Forschung an der Klinik Königsfeld ist es uns gelungen, KHK-Patient*innen mit einer ungünstigen Prognose im Sinne der ausbleibenden Leistungssteigerung bereits zu Beginn der Rehabilitation zu identifizieren. Diese „Non-Responder“ zeichnen sich durch eine fehlende Anpassungsreaktion auf körperliches Training im Rahmen der stationären Rehabilitation aus. Ein von uns entwickeltes Prognosemodell basierend unter anderem auf hämodynamischen Parametern und Daten aus der Ergospirometrie ermöglicht die Klassifizierung bei Aufnahme. Derzeit ist unklar, ob eine Anpassung des Trainingsplans der als „Non-Responder“ klassifizierten Patient*innen zur Verbesserung der Rehabilitation beitragen kann. Ziel der geplanten Untersuchungen ist es, das entwickelte Prognosemodell in einer randomisierten kontrollierten Interventionsstudie einzusetzen und zu prüfen, ob eine gezielte Anpassung des Trainingsplans der „Non-Responder“ den Rehabilitationserfolg verbessern kann. Wir nehmen an, dass eine Stratifizierung von Patient*innen zu Beginn der Rehabilitation mit anschließender spezifischer Anpassung des Trainingsprogramm bei „Non-Responder“ im Vergleich zur Standardtherapie zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei KHK-Patient*innen führt.
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