Hypnotherapie bei der Behandlung von Insomnien in der stationären psychosomatischen Rehabilitation. Eine randomisierte klinische Kontrollstudie zu einem kombinierten Behandlungsangebot.

Details

Projektnummer RFN13004
Projektbeginn 01.05.2015
Projektende 30.04.2019
Projektleitung Dr. Peter Bommersbach; Prof. Angelika Schlarb
Projektmitarbeiter Indra Celine Steinbrecher-Hocke; Jasmin Faber
Einrichtung Eifelklinik der DRV Rheinland; Universität Bielefeld
Kontaktanschrift

Eifelklinik der DRV Rheinland

Mosenbergstraße 19

54531 Manderscheid

06572 925-2112 (Dr. Bommerbach)

13004@refonet.de

Förderer refonet
Assoziierung NRW-Verbund Rehabilitationswissenschaften
Registrierung DRKS00010422
Abstract Die Behandlung von Schlafstörungen mit einem hypnotherapeutischen Ansatz stützt sich im Wesentlichen auf Studien im ambulanten Setting. So konnten hier positive Effekte der Behandlung auf das Schlafverhalten und die Schlaferholsamkeit gezeigt werden. Metaanalysen haben die grundsätzliche Effektivität von kurzen Behandlungszeiten von Hypnotherapie bestätigt. Auch im Bereich der Schlafstörungen weisen einzelne Studien auf positive Effekte durch hypnotherapeutische Interventionen hin und konnten langfristige Verbesserung des Schlafs aufzeigen. Ziele der Behandlung sind die Reduzierung der Hauptsymptome einer Insomnie, die sich in der Einschlaflatenz, der nächtlichen Wachliegezeit und dem Früherwachen zeigen. Zudem soll die Qualität der Gesamtschlafzeit mit Unterstützung des Behandlungsangebotes verbessert werden. Die Behandlung richtet sich insbesondere an die oftmals falschen und angstbesetzten Vorstellungen der Patienten über den eigenen Schlaf. Das Schlaftherapieprogramm beinhaltet sechs Sitzungen im Rahmen eines hypnotherapeutisch-verhaltenstherapeutischen Ansatzes mit psychoedukativen Elementen. In den sechs Behandlungssitzungen (zweimal wöchentlich 60 Minuten über insgesamt drei Wochen) werden pro Sitzung eine Einheit Psychoedukation, Entspannungsübungen mit einem hypnotherapeutisch-verhaltenstherapeutischen Ansatz in das allgemeine Behandlungsprogramm integriert. In Anlehnung an verhaltenstherapeutische Konzepte, werden Empfehlungen zur Schlafhygiene und zur Veränderung von Verhaltensweisen in die Behandlung eingebracht. Dabei soll das stationäre Setting der psychosomatischen Rehabilitation genutzt werden, die Effekte aus dem Schlaftherapieprogramm durch das begleitende allgemeine Behandlungsprogramm zu verstärken. In der Studie soll das Schlaftherapieprogramm nach Schlarb erstmalig in einer prospektiven kontrollierten randomisierten Studie (RCT) in einem stationären Setting einer psychosomatischen Rehabilitation geprüft werden. Die Behandlungsangebote richten sich nicht gezielt an Patienten mit Schlafstörungen, sondern an psychische und psychosomatische Störungsbilder, mit denen eine Schlafstörung einhergeht.
Publikationen

Faber, J., et.al.; Subjektive Schlafqualität und Insomnie bei Patienten in der statinären psychosomatischen Rehabilitation; 34. Symposium der Klinischen Fachgruppe der DGPs; 04.-07.05.2016

"Steinbrecher-Hocke, I. C., et al. (2016);

Wenn Träume zum Alptraum werden - Alpträume in der psychosomatischen Rehabilitation; 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Leipzig"

"Faber, J., et al. (2016);

Machbarkeit und erste Ergebnisse einer Schlaftherapie in der psychosomatischen Rehabilitation; 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Leipzig"

Faber, J., et.al.; Machbarkeit und Akzeptanz sowie erste Effekte einer Schlaftherapie in der psychosomatischen Rehabilitation: 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Leipzig

Faber, J. et.al.; Wenn psychische Probleme und Schlagsrötungen Hand in Hand gehen - Erste Ergebnisse einer Schlaftherapie in der psychosomatischen Rehabilitation; 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin; Dresden

Faber, J., et.al.; Zu viel Denken schadet bisweilen der Gesundheit - Der Zusammenhang von schlafbezogenen Kognitionen und psychischen Problemen; 24. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin; Dresden

Faber, J., et.al.; Wenn psychische Probleme und Schlafstörungen Hand in Hand gehen - Erste Ergebnisse einer Schlaftherapie in der psychosomatischen Rehabilitation; 39. MEG Jahrestagung; Bad Kissingen

Schlarb, A., Bommersbach, P.; Hypnotherapeutische Intervention (HT-T) in der Behandlung von Insomnie im Rehabilitationskontext; Bad Kissingen

Steinbrecher-Hocke, I.C., et.al.; Psychische Belastung und belasteter Schlaf - Psychische Störungen und Schlafqualität bei Patienten in der stationären psychosomatischen Rehabilitation; 10. Workshopkongress der DGP´s; Chemnitz

Faber, J., et.al.; Der Einfluss von Motivation auf den Erfolg einer stationären Schafterapie in der psychosomatischen Rehabilitation; 10. Workshopkongress der DGP´s; Chemnitz

Faber, J., Steinbrecher-Hocke, I., Bommersbach, P., Schlarb, A.; Wer schläft besser? Dr. Jekyll oder Mr. Hyde - Die Beziehung zwischen Persönlichkeit und Schlaf; 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) e.V. Münster

Faber, J., Steinbrecher-Hocke, I., Bommersbach, P., Schlarb, A.; HT-I und KVT-I im stationären Rehabilitations-Kontext: erste Ergebnisse einer Interventionsstudie für Insomniepatienten mit komorbiden Störungen; In R. Göder, A. Gieselmann, Interventionen bei Insomnie und anderen psychische Störungen; 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) e.V. Münster

Faber, J., Steinbrecher-Hocke, I., Bommersbach, P., Schlarb, A.; Effekte einer kombinierten KVT-I und HT-I Intervention bei Patienten aus der psychosomatischen Rehabilitation. M.-E.-G. Jahrestagung, Bad Kissingen

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