Ungleiche Gesundheitschancen nach medizinischer Rehabilitation? SES, Mortalität und Rehabilitation - Verläufe und Einflussfaktoren auf Basis populationsbasierter Kohortenstudien

Details

Projektnummer RFN16004
Projektbeginn 01.05.2017
Projektende 30.04.2019
Projektleitung Dr. Claudia Pieper
Projektmitarbeiter Dr. Sarah Schröer
Einrichtung Institut für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE), Universitätsklinikum Essen
Kontaktanschrift

Institut für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE), Universitätsklinikum Essen

Hufelandstr. 55

45122 Essen

0201 72377-239 (Dr. Pieper)

16004@refonet.de

Förderer refonet
Assoziierung NRW-Verbund Rehabilitationswissenschaften
Registrierung DRKS00012465
Abstract Die Prävalenz der häufigsten Reha-Indikationen ist sozial ungleich verteilt und zeigt einen deutlichen Schichtgradienten mit Schwerpunkt auf sozial benachteiligte Personen. Angehörige einer niedrigen sozialen Schicht sind im Schnitt mehr durch chronische Erkrankungen belastet und treten mit einem schlechteren Gesundheitszustand in die Rehabilitation ein. Eine systematische Recherche der internationalen Fachliteratur, sowie eigene Arbeiten der Antragsteller legen zudem den Schluss nahe, dass Rehabilitanden mit einem niedrigen sozioökonomischen Status die medizinische Rehabilitation auch mit einem schlechteren Gesundheitszustand verlassen und ferner mit besonderen Schwierigkeiten bei der beruflichen Wiedereingliederung konfrontiert sind. Trotz weitreichender wirtschaftlicher und gesundheitlicher Folgen, ist die Thematik in der (Rehabilitations-) Forschung bisher kaum präsent – vorhandene Studienergebnisse sind auf spezifische Indikationen beschränkt und basieren auf klinischen Studienkohorten, wohingegen Erkenntnisse auf Basis großer populationsbasierter Kohorten fehlen. Forschungsziel ist es daher, auf Basis der populationsbasierten Heinz Nixdorf Mehrgenerationen Studie (n=3000) und der Heinz Nixdorf Recall Studie (n=3000; 3. Erhebungswelle), zu ermitteln, inwieweit ein genereller Zusammenhang besteht zwischen der sozioökonomischen und beruflichen Situation von Rehabilitanden und einer nachhaltig erfolgreichen medizinischen Rehabilitation im Sinne einer gelungenen Wiedereingliederung in das Berufsleben.
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